Neuheit im Gemeindebrief
ab nächste Ausgabe!
ab nächste Ausgabe!
Nach dem Gemeindebrief ist vor dem Gemeindebrief. Die jüngste Ausgabe ist grade in der Verteilung, da beginnen schon die Planungen für die nächste Ausgabe. Wir sind innovativ und werden es auch bleiben, wir werden den Gemeindebrief kontinuierlich weiterentwickeln.
In der Sommerausgabe unserers Gemeindebriefes wird es wieder mal eine Neuerung geben: Gegen ein geringes Entgelt wird es private Danksagungen und Familienanzeigen geben.
Danksagungen nach den Konfirmationen, nach Taufen, Hochzeiten und auch Trauerfeiern, aber auch vor Ihrer Silbernen (25 Jahre), Rubinen (40 Jahre) oder Goldenen Hochzeit (50 Jahre) oder zu noch höheren Ehejubiläen gestalten wir gerne mit Ihnen und für Sie.
Das Vorwort aus der aktuellen Ausgabe des Gemeidebriefes:
Liebe Leserinnen und Leser!
Es ist Samstagabend kurz vor 17.00 Uhr. Ich gehe vom Pastorat hinüber zur Kirche. Letzte Vorbereitungen für den Sonntagsgottesdienst will ich in der Kirche erledigen.
An der Kirchentür angelangt, sehe ich ein Ehepaar mit einer älteren Frau durch das Drehkreuz gehen. Ich gehe auf die Drei zu und frage, ob das Tor abgeschlossen sei. Sie verneinen. „Wir wollten nur dieses schöne, alte, gusseiserne Drehkreuz benutzen.
Sie stellten sich vor. Der Mann sagt, dass er in Heiligenstedten aufgewachsen sei. Nun wolle er seiner Frau und seiner Schwiegermutter den schönen Blick auf die Stör zeigen. „Heute haben wir Schwiegermutter aus dem Heim geholt und machen einen Ausflug mit ihr. Wissen sie, Herr Pastor, dass früher hier eine Gastwirtschaft war. Sie hieß „Ohland“. Erst wurden die Menschen in der Kirche ausgeschimpft, dann mussten sie sich beim Bier trösten.“ Ich lache und biete ihnen an, die Kirche zu zeigen. „Ihr könnt doch nicht mit dem fremden jungen Mann einfach mitgehen,“ höre ich die Schwiegermutter schimpfen. Ihre Tochter lacht liebevoll und erklärt ihr, dass ich der Pastor sei. Etwas skeptisch hakt sie sich bei ihrer Tochter unter und geht mit in die Kirche. Drinnen hellt sich ihr Gesicht auf. „Oh, ist die schön. Die vielen Bänke! Die Orgel! Hier wird die Musik gemacht.“ Sie staunt über den Altar und die Kanzel. Wie viele Worte ihr wieder einfallen, staune ich.
“Ich komme nicht von hier. In Danzig bin ich geboren. Dort bin ich auch getauft und konfirmiert.“ Sie lächelt. Eine verloren geglaubte Welt wird wieder lebendig. Was für ein Schatz an Erinnerungen werden in unserer Kirche wieder wach. Im Raum der Kirche kommen wir uns näher, schenken uns Vertrauen.
Eine ganze Weile reden wir noch miteinander. Die Tochter und der Schwiegersohn freuen sich, wie sehr ihre Mutter aufgetaut ist, wie viel sie spricht.
Herzlich fällt unsere Verabschiedung aus.
Diese kurze Begebenheit hat mir wieder gezeigt, dass unsere Kirche nicht nur ein schönes altes Bauwerk ist, sondern viel mehr. Sie will auf den Herrn der Welt verweisen, der uns geschaffen hat und uns in seinem Sohn Jesus Christus liebt. Durch Ihn sind auch wir miteinander verbunden. Das immer wieder neu zu erleben ist schön.
Einen herzlichen Gruß in die Dörfer Bekmünde, Heiligenstedten, Heiligenstedtenerkamp, Hodorf und Oldendorf.
Ihr Pastor Matthias Gerber